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zweiDabei Kinotipp: “Remember me”
Obacht, es darf wieder gekreischt werden! Robert Pattinson zurück auf der Kinoleinwand – die Kassen klingeln, die Mädchen plärren.
Alle Zeichen stehen auf Umsatz: Nach dem „Twilight“-Trubel startet nun Robs neuester Streich in den deutschen Kinos. In Allen Coulters Drama „Remember me“ spielt er tapfer gegen seinen Ruf als gequält melancholisch dreinschauender Vampir und tritt endgültig den Beweis an, dass mehr in ihm steckt als der gutaussehende Abklatsch eines Möchtegern-James Deans. Seiner riesigen (größtenteils minderjährigen) Fangemeinde wird’s egal sein – wo Robert draufsteht, ist schließlich auch Robert drin!
Dabei ist „Remember me“ auch ganz ohne von Vampir- und Werwolf-Kämpfe empfehlenswert!
Der so sensible wie scheinbar grundlos zornige Tyler Hawkins (Pattinson) kann den lange zurückliegenden Selbstmord seines älteren Bruders nicht verabreiten. Sein Vater (Pierce Brosnan) kommt seinen finanziellen Pflichten nach, zeigt sich ansonsten aber kaum präsent im Leben seines Sohnes, der nach der Scheidung seiner Eltern in schwere Depressionen verfallen ist.
Als Tyler in eine Schlägerei verwickelt wird lernt er die lebenslustige Ally (Emilie de Ravin, „Lost“) kennen. Langsam kommen sich die beiden näher – und was als Albernheit beginnt, entwickelt sich zu seiner Liebe, die auf eine harte Probe gestellt wird…
Wer wäre besser geeignet für die Rolle des traurigen Rebells als unser Vorzeige-Vampir Edward? Wider aller Befürchtungen verkörpert er den Charakter souverän, zieht den Zuschauer mit einem einzigen melancholischen Blick, der Tylers gesamten Weltschmerz ausdrückt, in den Bann und lässt ihn bis zum überraschenden Finale nicht mehr los. Das ist eine beeindruckende schauspielerische Leistung, die man würdigen muss – das Image des bleichgesichtigen Teenager-Idols wird er damit aber nicht abschütteln können. Schade eigentlich.
Trotzallem oder gerade deshalb ein Film über das Leben, der zum Nachdenken zwingt und zeigt, dass man sein Schicksal nicht immer in die eigenen Hände nehmen kann – und, dass Unausweichliches unausweichlich bleibt.
- Franziska Strothe -

