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Pirates of the Silicon Valley
…oder eben nicht. Hat Jack Sparrow – Verzeihung, Captain Jack Sparrow – etwa eine Silikon-Allergie? Pusteln von Brüsten?
Nein, natürlich nicht. Disney setzt trotzdem auf Natur pur und castet für den vierten Teil der „Fluch der Karibik“-Saga ausdrücklich nur Schauspielerinnen mit Originalteilen. Back to the roots sozusagen.
Dementsprechend eindeutig formuliert wurde dann auch der Castingaufruf: laut der New York Post werden „hübsche Frauen zwischen 1,70m und 1,72m, Konfektionsgröße 34 oder 36 (nicht größer oder kleiner), 18 bis 25 Jahre alt mit dem Körperbau von Tänzerinnen und echten Brüsten“ gesucht. Der letzte Zusatz schließt alle Zweifel aus: „Bewerben Sie sich nicht, wenn Sie Implantate haben!“
Potenzielle Schummlerinnen möchte man mit einem speziell entwickelten „Jogging-Test“ entlarven – möglichst schnelle, dynamische Bewegungen lassen alles echte hüpfen, während die Mogelpackungen an Ort und Stelle bleiben und ihre Trägerinnen dadurch schon in Runde eins disqualifizieren. Man fürchtet, das fachkundige Kinopublikum könne Pump-Möpse in den zahlreichen Actionszenen von echten unterscheiden, womit die zeitgemäße Atmosphäre des 18.Jahrhunderts dahin wäre.
Keira Knightley hätte – wenn sie denn noch mitspielen wollen würde – keine Schwierigkeiten die Eingangsqualifikationen zu erfüllen. An der ist nämlich mehr echt als ihr lieb ist, wie sie in einem Interview erklärte: “Ich bin obenrum nicht so gut ausgestattet, deswegen haben sie mir ein Dekolletee aufgemalt. Die Make-Up-Spezialisten haben jeden Tag 45 Minuten dafür gebraucht, um mir mehr Volumen zu zaubern und es sah fantastisch aus, zumindest, bis es bei den Dreharbeiten zu warm wurde.”
Im vierten, silikonfreien Teil „On Stranger Tides“ wird die schöne Keira allerdings trotzdem von der mindestens ebenso schönen Penelope Cruz ersetzt – an der dementsprechend auch alles original ist.
- Franziska Strothe -

