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…Und es hat Zoom gemacht: Liebe auf den ersten Blick
Was haben Schokolade und Liebe auf den ersten Blick gemeinsam? Man sollte sich beide auf der Zunge zergehen lassen. Jetzt wird sich manch einer fragen: „Wie soll man bitteschön Liebe auf den ersten Blick schmecken können? Die gibt’s doch gar nicht“. Ich sage: Die gibt’s ja wohl! Und der ein oder andere Fakt rund um das „Herzklopfen auf Kommando“ unterstützt mich in meiner Behauptung.
Die Zahlen sprechen für sich: Laut der Zeitschrift NEON ergab eine Umfrage, dass 30 Prozent die Liebe auf den ersten Blick bereits erlebt haben. Man nehme eine gehörige Portion Körperchemie, füge ein bisschen Gefühlskunstwerk dazu, vermische das Ganze miteinander – fertig ist das Gebräu, wovon 30 Prozent der Deutschen schon einmal schmecken durften.
Wie bei einer Prüfung steht auch hier zu Anfang Stress auf dem Programm: Dieses Gefühl baut unser Körper auf, sobald uns jemand Attraktives begegnet. Gleichzeitig werden jede Menge Botenstoffe ausgeschüttet und lassen uns beflügeln wie ein bekannter Energy-Drink: Dank des Hormons Dopamin sind wir hoch motiviert, unser Ziel zu erreichen – und das bedeutet für den Amor auf unserer Schulter: Die Aufmerksamkeit unseres Zielobjektes mit allem Ehrgeiz für uns zu gewinnen.
Das Stresshormon Noradrenalin schaltet unser Erinnerungsvermögen auf Vollgas und sorgt dafür, dass wir auch ja nicht die erste Begegnung mit Mr. oder Mrs. X vergessen. Dieses können wir auch dafür verantwortlich machen, wenn uns die Erinnerungen an diesen EINEN Moment immer und immer wieder in den Kopf schießen. Also: zwanghaftes Gedankenkreisen ist so wenig vom Verliebtsein zu trennen wie der Fisch vom Fischmac (ach ne, schlechtes Beispiel, im Fischmac ist ja gar kein Fisch drin..).
Kommen wir nun zum Einfluss des Äußeren: Es liegt natürlich auf der Hand, dass das Aussehen ausschlaggebend für die Liebe auf den ersten Blick ist – wie der Name schon sagt
Für Evolutionsbiologen gibt es keinen Zweifel: Männern gefällt an Frauen vorrangig ihre Lippen, Brüste und Hüften, für Frauen kommt es beim anderen Geschlecht vor allem auf das Kinn und den Brustkorb an. Einmal das Fruchtbarkeits-All-incluse-rundum-sorglos-Pake zum Mitnehmen bitte!
Am Ende ist doch wieder alles ganz simpel: Nichts lässt das Herzchen höher schlagen als Bestätigung und Interesse des anderen. Um dies zu erreichen, muss der Mut aus der tiefsten Gefühls-Schublade gewühlt werden – denn das Objekt der Begierde kann ja nicht riechen, dass ihr gerade in die „Liebe auf den ersten Blick-Achterbahn“ eingestiegen seid! Also, Zähne zusammenbeißen und Ansprechen!…Denn das Stresshormon würde sich in einer „Ich mag dich“-Gesellschaft sicher sehr wohl fühlen…
- Natascha Lilian -


sehr interessanter aber auch lustiger artikel! ich konnte mich das ein oder andere mal wiederfinden