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Liebe geht durch den Magen
Besonders den Personen meines Sternzeichens- dem Stier- wird nachgesagt, dass sie sich mit gutem Essen leicht verführen lassen
Ein Selbstversuch wäre an dieser Stelle angebracht. Wer spielt den Koch?
Fakt ist: Essen und Lust sind sehr nah miteinander verbunden: Zählt man sie zusammen, ergeben sie eine aphrodisierende Wirkung. Aber erstmal an den Anfang zurückspulen: Was bedeutet aphrodisierend überhaupt genau? Das Adjektiv stammt vom Nomen Aphrodisiakum ab. Wikipedia umschreibt es als „ein Mittel zur Steigerung der Libido, der sexuellen Begierde und des sexuellen Lustempfindens, das spezifisch reizend und anregend auf die Geschlechtsorgane wirkt“. Ich würde sagen, nicht umsonst hatte die Göttin der Liebe ihre Finger im Spiel, als es um die Namensgebung ging. Der Sage nach erfreute sich Aphrodite an vielen würzigen Kräutern und wohlduftenden Pflanzen – die ließen immer ein ganz bestimmtes Kribbeln in der unteren Bauchgegend erwecken… Heute berauschen wir uns bewaffnet mit Kochlöffel und Kochbuch an der erotischen Wirkung von so manch leckerem Essen….
Hier eine Reihe von Lebensmitteln, die laut Volksglauben ein Lustempfinden bei beiden Geschlechtern hervorrufen kann:
- Muscheln, besonders Austern
- Sellerie
- Spargel
- Petersilie
- Safran
- Paprika
- Ingwer
- Vanille
- Zimt
- Chili
- Trüffel
- Schokolade
Aber Vorsicht, nicht falsch verstehen: Wer jetzt voller Vorfreude auf gewisse Gefühle eine Sellerieknolle verdrückt, dem wird höchstens schlecht. Die Mischung macht’s: Zum Beispiel einfach mal ein bisschen Sellerie ins Essen untermischen, in der Hoffnung, dass sich was tut.
Die Meinungen der Experten gehen auseinander. Es gibt sogar Wissenschaftler, die behaupten, dass sich die aphrodisierende Wirkung lediglich als Placebo-Effekt bemerkbar macht. Dagegen halten Beweise aus der Pflanzenkunde: Vanille galt schon im alten Amerika als ein begehrtes Aphrodisiakum. Der Duftstoff Vanillin ist ein chemischer Verwandter der Pheromone – den Sexuallockstoffen des Menschen. Oder nehmen wir Zimt: Diesen haben die Chinesen schon vor 4700 Jahren in Kräuterbüchern empfohlen. Demnach harmonisiert er Körperrhythmen, stimuliert Körperkreisläufe und öffnet Körper und Geist.
Trotzdem: Die Wirkung entfaltet sich nicht allein durch das Nahrungsmittel, spielt der passende Gemütszustand auch eine wichtige Rolle. Mein Tipp: Eine regelmäßige Zubereitung der oben genannten Aphrodisiaka könnte beim ein oder anderen Wunder bewirken… Wer probiert’s aus?
Ein paar erotische Rezepte hat die Seite kochbuch.info in petto. Es folgt meine aphrodisierende Menüempfehlung des Tages:
Vorspeise:
Bärlauchsuppe (Weißwein inklusive zur Unterstützung der allgemeinen Auflockerung am Tisch
)
Hauptgang:
Knoblauchhähnchen in Marsala (und auch hier wurde auf ein bisschen Alkohol Wehrt gelegt
):
Nachtisch – für mich das allerwichtigste:
Honigfrüchte mit Zimt und Zucker
Aber ganz unter uns: Die wirkungsvollsten Gefühle werden doch nach wie vor durch ein stimmungsvolles Ambiente, ein Essen, das beiden schmeckt, leise Musik und natürlich dem großen Wort LIEBE erzeugt.
- Natascha Lilian -

