zweiDabei Magazin
Speed Dating Magazin – zweiDabei | Flirten, Liebe, Beziehung
Mitesser erwünscht – Jumpingdinner
18 Uhr Vorspeise, 20 Uhr Hauptgang, 22 Uhr Dessert, 23.30 Uhr „Come-Together“. Soweit ist alles noch ganz einfach. Das Jumpingdinner ist ein Kennenlern-Event mit drei Gängen, getarnt als Reise durch drei Küchen – und eine davon könnte die eigene sein.
Jeder Teilnehmer ist mit seinem Kochpartner für einen Gang verantwortlich. Gekocht wird in der eigenen Wohnung und zum Essen kommen vier unbekannte Gäste, gemeinsam geht es dann weiter zum nächsten Gang in eine fremde Wohnung, in der natürlich weitere fremde Gäste eintrudeln.
Wer nach dem dritten Gang noch den Überblick hat, wird ihn spätestens beim Abschluss-”Come-Together” – wieder an einem anderen Ort – verlieren. Wer hatte noch diese köstliche Entenbrust auf karamellisierten Chicorée gekocht und in welcher Wohnung ging die Cème brulée in Flammen auf? Ziemlich clever, dieses in die Privaträume verlegte Koch- und Kennenlernevent. Denn gibt es eine bessere Möglichkeit als sich beim Essen kennen zu lernen?
„Das ist eine ideale Möglichkeit, in ungezwungener Form und ohne großen Erwartungsdruck eine Menge neuer Leute kennen zu lernen und zu flirtern“, sagt Philipp Peterich, Gründer von „Jumpingdinner“. Der 36-jährige, der einige Jahre in der Gastronomie gearbeitet hat, lernte die Dinner-Rallye bei einem Besuch in Göttingen kennen. „Das war ein netter Abend, bei dem alle Leute das gleiche Ziel hatten: ein paar schöne Stunden zu verbringen, sich gut zu unterhalten.”
Im Gegensatz zu großen Partys schaffe das gemeinsame Kochen und Essen eine lockere Atmosphäre, weil alle ein gemeinsames Projekt hätten, sagt Peterich: „Das ist wie bei Silvesterpartys oder Kostümfesten, die entspannter sind als andere Feiern.”
Zum Konzept gehört, dass jeder Teilnehmer einmal Koch und zweimal Gast ist. Immer zwei Leute bereiten in ihrer Küche einen Gang vor, zu dem je vier andere Gäste kommen. Die sind dann für die beiden nächsten Gänge zuständig. Die Zusammensetzung der Gruppe wechselt mit jedem Gang. Wer sich allein anmeldet, bekommt von „Jumpingdinner“ einen Kochpartner vermittelt, mit dem er gemeinsam von Gang zu Gang zieht. „So lernt man im Laufe des Essens zwölf Leute kennen, bevor es auf die gemeinsame Party geht“, sagt Peterich.
Dass die Idee des Triathlons aus Kochen, Essen und Kennenlernen vielerorts schon mehr ist als ein studentischer Geheimtipp, war übrigens auch schon im „Tatort“ zu sehen. Da diente ein solcher Dinnerabend als Kulisse für einen Mordfall in München. (Titel: „Sechs zum Essen“)
- Franziska Strothe -

