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Du bist, was du hörst

Die Musik, die wir gerne hören verrät einiges über uns. Bild: rossinabossio@flickr
“Und, auf was für Musik stehst du?” – Dass diese Frage beim Dating wichtiger ist, als es den Anschein hat, belegt eine neue Studie. Denn wissen wir erstmal, was der andere für Musik mag, schließen wir automatisch auf seinen Charakter.
Jeder hört gern Musik, auch wenn wir durchaus unterschiedliche Musikrichtungen mögen. Wovon hängt es ab, was wir gern hören und inwiefern lässt der Musikgeschmack auf den Charakter schließen? Manche Menschen hören so laut Musik, dass andere in Bus und Bahn „mithören“ können. Andere kleiden sich wiederum nach einem bestimmten Musikstil.
Musik wird dazu benutzt, ein bestimmtes Image von sich selbst zu vermitteln. Über den Musikgeschmack zeigen wir unseren Mitmenschen, wie wir wahrgenommen werden wollen. Auch wir schließen über die musikalische Vorliebe auf den Charakter anderer Menschen. Dies hat eine britische Studie an der Cambridge Universität ergeben. Insbesondere unsere Webpräsenz auf Plattformen wie MySpace, Facebook oder Last.fm seien eine „klare öffentliche Erklärung, wer wir sind und wie wir wahrgenommen werden wollen“, erklärt Studienleiter Dr. Jason Rentfrow von der Fakultät für Psychologie.
Zu dieser Studie gibt es ein Video, dass die wesentlichen Ergebnisse treffend zusammenfasst:
The Music In Me from Cambridge University on Vimeo.
Die Einschätzungen der Testgruppen stimmten regelmäßig überein. Allein über den Musikgeschmack schlossen sie auf die Persönlichkeiten, Werte, soziale und ethnische Klassenzugehörigkeiten anderer Menschen. Dabei wurde zwischen den Musikrichtungen Rock, Pop, Electro, Rap, Klassik und Jazz unterschieden. Die Teilnehmer sollten nun Musik-Fans der verschiedenen Genres nach Persönlichkeitsmerkmalen bewerten, darunter beispielsweise wie aufgeschlossen sie seien, ob sie über soziale Kompetenzen verfügen und wie es um ihr Pflichtbewusstsein, ihre Kreativität oder beispielsweise ihren Intellekt stünde.
Die Studie hat ergeben, dass zum Beispiel Rock-Fans als rebellisch und künstlerisch angesehen werden, allerdings auch als emotional instabil. Menschen, die gerne klassische Musik hören, werden laut dieser Studie als sympathisch und intellektuell aber auch als unattraktiv und langweilig angesehen. Jazz-Liebhaber werden als freundlich, emotional stabil aber verantwortungslos gehalten. Rap-Fans seien eher feindselig, dafür energisch und athletisch.
Inwiefern diese Ergebnisse nun der Wahrheit entsprechen, bleibt anzuzweifeln, zumal ich mich nicht darin wiedererkannt habe. Fakt ist, dass über Musik soziale Vorurteile und Stereotype verstärkt werden.
Weitere Informationen gibt es hier.
- Yvonne Förster -

Was mir hier fehlt ist die Analyse der Altersklassen, ich habe mit 20 andere Musik gehört als jetzt mit 36. Bin ich nun ein anderer Mensch geworden?
Interessant. Und was sagt die Studie über Menschen, die auf DJ Ötzi stehen?